Wie du dich trotz Schicksalsschlägen motivieren kannst

Anders als bei einer kurzen Niedergeschlagenheit, kann eine Depression lange andauern. Depressionen können die Möglichkeit eines Menschen, tägliche Aufgaben zu erledigen, beeinträchtigen und zu Selbstmordgedanken führen.

Eines der Symptome einer Depression ist der anhaltende Mangel an Motivation. Ohne den Wunsch oder das Verlangen, alltägliche Aufgaben zu erledigen, kann eine Person noch tiefer in eine Depression sinken. Um dieser Motivationslosigkeit entgegenzuwirken, können folgende Tipps helfen:

1.    Körperliche Betätigung

Laut einer Studie, die in dem Journal Psychology veröffentlicht wurde, kann körperliche Aktivität die Motivation verbessern. Sport ist ein natürlicher Weg, um stimmungsaufhellende Chemikalien zu produzieren, welche die Auswirkungen der Depression lindern können. Anstatt sich auf eine große Übung zu konzentrieren, sollte eine Person kleine Übungen über den Tag verteilt machen, wie zum Beispiel:
•    Ein zehnminütiger Spaziergang
•    Dehnübungen während der Werbeunterbrechung
•    Zehn Minuten Musik hören und Tanzen
•    Fitnessstationen errichten, bei denen man fünf verschiedene Übungen für je zwei Minuten macht

2.    Sozialisierung

Unterstützung anderer zu suchen, kann einem Menschen mit Depression helfen, sich besser und motivierter zu fühlen. Zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich um ihr Leben und ihre Gesundheit sorgen, kann großen Einfluss auf die Motivation haben. Zu einer großen Party zu gehen, kann jemandem mit einer Depression zu sehr überwältigen. Menschen in kleineren Gruppen zu treffen und beispielsweise einen Film anzusehen oder einen Kaffee zu trinken, ist daher besser und kann helfen, sich weniger ängstlich und isoliert zu fühlen.

3.    Depressionsauslöser vermeiden

Genau wie es Möglichkeiten gibt, die Motivation bei einer Depression zu steigern, gibt es auch Dinge, die diese noch verringern können und somit die Depression verschlimmern könnten.
•    Drogen und Alkohol
Während beide ein kurzfristiges “Hochgefühl” bereiten, folgt auf Drogen- und Alkoholkonsum ein “Tief”, das die Symptome noch verschlimmern kann
•    Schlafmangel
Das Energielevel bei Menschen mit Depression ist häufig gering. Daher ist es besonders wichtig auf ausreichend Schlaf zu achten.
Möglichkeiten, den Schlaf zu verbessern:
•    Kurze Schläfchen am Tage vermeiden, da es das Einschlafen am Abend erschwert und man dadurch nicht genug Tiefschlaf für das Gehirn bekommt.
•    Geregelte Schlafzeiten helfen dem Körper zu trainieren, wann es Zeit ist, schlafen zu gehen.
•    Eine regelmäßige, entspannende Abendroutine, wie beispielsweise Baden oder Lesen vor dem Zubettgehen, um den Körper und das Gehirn auf den Schlaf einzustimmen. 
•    Stress
Menschen mit Depressionen haben das Verlangen alle Situationen in ihrem Leben zu kontrollieren und streben nach Perfektion. Wenn beides nicht erreicht wird, kann die Depression schlimmer werden. Stress zu reduzieren und eine realistische Erwartungshaltung an sich selbst, kann die Motivation verbessern. Um Stress zu reduzieren, helfen:

•    Entspannungsübungen, um den Geist zu beruhigen, wie zum Beispiel Entspannungsmusik hören, Meditationen, tiefes Atmen oder Yoga
•    In konkreten Stress- oder Angstsituationen bis zehn zählen. Wenn dies die Gefühle nicht mildert bis 20 weiterzählen. 
•    Soziales Engagement kann einer Person das Gefühl geben, etwas Gutes zu tun. Außerdem trifft man neue Menschen und findet eventuell Gefallen an der neuen Tätigkeit.

4.    Einen Arzt aufsuchen

Der wichtigste Tipp ist, etwaige Depressionen zu behandeln. Die Depression ist eine Krankheit, die die Balance der Neurotransmitter und Chemikalien, die die Stimmung im Gehirn kontrollieren, beeinflusst.
Dies bedeutet, dass es mehr benötigt, um eine Depression zu überwinden, als sich besser fühlen zu wollen. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten für diese Krankheit, die helfen, die Neurotransmitter zu regulieren, was dazu führt, dass eine Person sich besser und motivierter fühlt.

5.    Notfallbehandlung

Auch bei größten Anstrengungen einer Person, mit der Depression umzugehen, kann es passieren, dass gefährliche Gedanken die Überhand gewinnen. Wenn das der Fall ist, sollte bei folgenden Symptomen der Notruf gewählt werden:
•    wenn jemand Gedanken hat, sich selbst zu verletzen
•    wenn man Stimmen hört, oder Dinge sieht, die nicht da sind
•    wenn man Selbstmordgedanken hat und lieber tot wäre

Quelle: https://www.esanum.de/today/posts/tipps-zur-motivation-bei-depression

 
 
Hier ein Video von einem 25 Jahre alten, jungen Thurgauer, der sich trotz gesundheitlichen Rückschlägen, immer wieder motivieren kann:

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